„Gestatten? Hier bin ich, „Lotta Pubertier“

Ja, da staunten Frau Berger und Herr Fritzsche nicht schlecht, als dort, wo am Sekretariatstresen üblicherweise jugendliche Schülernasen erscheinen, mit einem Mal eine kleine Fellnase aufblitzte.

Mit gewohnter Neugier startete unsere Lotta so in die nächste Entwicklungsphase: Das Lebenskapitel „Sie kann über den Schultresen schauen- oder auch: die Pubertät beginnt“.

Wenn wir Erwachsenen an der Schule über pubertierende Schüler*innen nachdenken, so wissen wir, dass durch die Umstellungen im Gehirn unsere Schüler*innen oft auf die kuriosesten Einfälle kommen. Manches davon amüsiert uns unterhaltsam, manches lässt uns stolz auf unsere Schüler*innen sein, manches strengt uns in der Erziehung an und vieles kehrt im Guten ein in die Anekdoten unserer Schulgeschichte.

So bleibt uns nun ein aufmerksames Auge auf unsere „Lotta Pubertier“ zu richten. Erste Impressionen al la Pubertät sind schon ersichtlich. Lottas vorangeschrittene Größe ermöglicht ihr nun so manchen kreativen Unfug und gleichsam großen Genuss.

So stibitzt sie zu Hause die Kekse von der Arbeitsplatte, das Brötchen vom Brettchen, keine Essenszubereitung ist mehr sicher und zu guter Letzt klettert sie inzwischen sogar über die Stühle auf den Esstisch, um die Tulpen aus der Vase zu fischen und sie als pflanzliche Beilage zu verzehren. Ein Bild für die Götter: Lotta mit Tulpenstengel im Mäulchen. „Ups!“ Auf der einen Seite hängt die Blüte aus dem Mäulchen, auf der anderen Seite das Stengelende. Fast wie ein Blumen- Cavalier blickt sie mit einem zum dahin schmelzenden Unschuldsblick auf. Wer kann da noch böse sein? Aber Konsequenzen hat es dann doch:

Wir stellen jetzt immer die Esszimmerstühle ganz eng an den Tisch. Das nennt sich „Blumen- Prävention“ und besser noch ist: Lotta lernt ein weiteres Tabu. Tabus sind also nicht nur bei menschlichen Jugendlichen von großer Bedeutung.

Aber nicht nur ihre neu erlangte Körpergröße auch die Umstellungen im Gehirn sorgen für kreative pubertäre Eingebungen bei Lotta. So hört sie schlechter, zuweilen gar nicht- ach, was erzählen wir hier, das kennt ihr ja! Ihr, die ihr alle im selben „Club der Pubertierenden“ jeden Tag in unsere Schule kommt. Gut zu wissen für euch: Mit Lotta habt ihr jetzt eine Verbündete!

Die Ohren auf Durchzug und frei entscheiden und einfach machen, was immer man will- das ist das Recht der Jugend! Das ist zwar nicht immer sinnvoll, aber kommt durchaus vor, wie ihr nun seht:

So hat sich Lotta ein Hobby zugelegt, dem sie mit Leidenschaft nachgeht, was aber wiederrum Leiden schafft und zwar bei Frau Köstering: Lotta liebt den „Sockenklau“ und wie es sich für einen erfolgreichen Beutezug auch gehört, zerlegt sie ihre Beute auch gründlich. Sollte Frau Köstering also eines Tages ohne Socken in die Schule kommen… wisst ihr Bescheid! Dann hat „Räuberin Lotta Hotzenplotz“ ganze Arbeit geleistet.

Auch der kleine Katerbruder Leo hat es nicht immer ganz so einfach mit unserem großen Pubertier. Wenn das so weitergeht, kann er zu Karneval als gerupfte Weihnachtsgans gehen. Gut, dass Lotta ihn heiß und innig liebt, aber in Liebesbekundungen muss sie definitiv noch üben. Weniger ist manchmal mehr!

Und dann war da noch die Sache mit der Literatur:

Wie es sich z. B. auch für einen Schulhund gehört - hier investieren wir schließlich in Bildung - , ist Lotta inzwischen unter die Literaturliebhaber gegangen: Sie hat Bücher zum Fressen gern!

Liebe Schülerinnen und Schüler, ich verspreche, ich werde euch zukünftig glauben, wenn ihr mir aufrichtig mitteilt, euer Hund habe die Hausaufgaben gefressen. Lotta hat über 100 Seiten meines Buches die Ecken bis zur Unlesbarkeit abgefressen. Was ein Glück, dass es kein Schulbuch war und ich keine Schülerin mehr bin! Stellt euch das mal vor. Ende des Schuljahres bei der Buchabgabe: “Ähm, also sorry, Frau Mühlhausen, aber mein Hund hat das Buch angefressen!“

Bemerkenswert war auch, als ich meinen Sohn informieren musste: „Lotta hat soeben deine Post angefressen!“ Ich dachte, das glaubt mir kein Mensch und doch ist es wahr! Und gut, dass es nicht die Schulpost war.

Da im Leben aber nun einmal fast alles seine zwei Seiten hat, so sollten wir bei allem das Positive sehen: Lotta schicken wir halt eben zur Berufsorientierung ins Berufspraktikum bei Frau Berger ins Sekretariat. Besondere Fähigkeiten: Schreddern- womit wir wieder am Anfang unserer Erzählung sind. Vielleicht hatte Lotta sich, als sie über den Schultresen schaute, auch folgendes dabei gedacht: „Hallo Frau Berger, ich bin´s deine neue Schredder-Hilfe! Wann kann ich starten?“

Ja, das ist im Leben schon immer sowas mit der Kommunikation. Wer weiß? Wer weiß, ob man immer alles richtig versteht?

Wie auch immer dem sei:

Am kommenden Samstag geht Lotta nun in ihre letzte Welpenkurs-Stunde in die Hundeschule, und wenn es das einzige noch sichere ist, dann ist es dies:

„Lotta ist ein Pubertier,

drum hilft der Junghundkurs nun ihr!“

… und mir. :)

Bis demnächst

Anna Köstering

Dschungel im Klassenzimmer

„Fenster auf – Fenster zu – Fenster auf“, da kann man sich in seiner Klasse schon mal nicht mehr wohl fühlen. Damit die Laune steigt und noch ein paar mehr Mitbewohner etwas von der vielen frischen Luft haben, haben wir einen Dschungel im Klassenzimmer eingerichtet.

Viele haben eine Pflanze mitgebracht und weil das so toll aussieht und wir so viel Spaß hatten, wurden es immer mehr. Damit es den Pflanzen immer gut geht, kümmert sich ein „Pflegeteam“ um sie und in den Ferien nimmt jeder eine Pflanze mit nach Hause. Unsere dicke Bananenstaude muss sogar extra mit einem Anhänger transportiert werden. Aber für unseren Dschungel ist uns nichts zu viel.

Um das Erlebnis noch ein bisschen bunter und echter zumachen, haben wir Papageien gebastelt und in die Pflanzen gesteckt. Leider müssen wir das Quatschen noch selbst übernehmen, noch sind sie stumm – wer weiß, vielleicht besucht uns ja mal ein echter Papagei.

 

Frohes Fest, Klasse 9A

Und dann wurde die Schule geschlossen

„Und dann wurde die Schule geschlossen“ – Mein Leben ohne den gewohnten Schulalltag

„Das Landeskabinett hat die Entscheidung getroffen, den Unterrichtsbetrieb an den Schulen in Nordrhein-Westfalen im ganzen Land ab einschließlich Montag, dem 16. März 2020, vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19. April 2020 einzustellen.“

Gefühlt, von einem Tag auf den anderen, war es vorbei mit dem gewohnten Unterricht. Das hatte es so noch nie gegeben in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die Welt hatte auf die Pausentaste gedrückt.

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Vom Klassenzimmer zum Schlafzimmer

- geht das Lernen von Zuhause genauso gut?

 Jessica Zamzow

Meine Zeit während der Corona-Pandemie, von Zuhause aus lernen und nicht in die Schule gehen. Kein Kontakt mit Freunden und Mitschülern.

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Mit Musik durch die Corona Zeit

Eitorf. Die letzten Wochen kann man nicht mehr normal nennen. Kontaktverbote, Mund-und Nasenschutz, eingeschränktes Leben und digitales Lernen. Als Teenager eine ziemlich herausfordernde Zeit, die man allerdings auch für neue Möglichkeiten nutzen kann. In diesem Fall hat jemand die Musik für sich völlig neu entdeckt.

Schülerin Klara ist gestresst. Immer mehr Mails werden über den Schul-Account geschickt. „Wir bekommen jeden Tag mehr Mails und die müssen wir dann in einem relativ kurzen Zeitraum bearbeiten“, sagt sie und verdreht die Augen. „Die ersten Wochen waren die Anstrengendsten von allen, da man nicht gewohnt ist, in einem kurzen Zeitraum so viel zu machen“. Und so geht es nicht nur ihr, viele Schülerinnen und Schüler denken so. „Klar, ist es nervig, dauernd neue Aufgaben zu bekommen, aber was soll man machen, in die Schule dürfen wir ja nicht mehr“, meint sie und zuckt mit den Schultern.

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Langeweile? Hier nicht!

Ring, ring... das ist mein Wecker. Es ist viertel nach fünf. Jetzt heißt es aufstehen, frisch machen, anziehen, einen Happen essen und ab aufs Feld.

Durch Covid19 hat sich mein Alltag total verändert. Seit gut zwei Monaten arbeite ich in unserem Familienbetrieb auf dem „Appelhof „ mit.

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